Aus für Westernreiter: Reining keine FEI-Disziplin mehr

Aus für Westernreiter: Reining keine FEI-Disziplin mehr

Unstimmigkeiten gab es schon länger. Was die Trennung für deutsche Reiter bedeutet.

Die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) trennt sich vom Westernreiten, wie heute (04.02.2020) bekannt wurde. Ab 2022 wird Reining keine Disziplin mehr unter dem Dach des Verbands sein. Internationale Turniere und FEI-Championate wird es bereits 2021 keine mehr geben. Die Entscheidung auf internationaler Ebene hat auch Auswirkungen für die bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) organisierten Westernreiter.

Zum Hintergrund: Die FEI und die NRHA USA (National Reining Horse Association), der größte Reining-Verband der Welt, waren sich in der Vergangenheit immer wieder uneinig über Inhalte der Kooperation und die damit verbundenen Zuständigkeiten. Ende 2019 haben sie sich auf ein Abkommen geeinigt und sicherten damit die Zukunft dieser Disziplin unter dem Dach des Weltreiterverbandes. Dies hatte damals schon bis zuletzt auf der Kippe gestanden. 2020 gab es dann weitere Unstimmigkeiten über die Inhalte des Abkommens.

Nur eine Nische

2019 registrierte die FEI 232 Athleten, 252 Pferde und 66 Events im Reining. Zum Vergleich: Beim Springen waren es 22.778 Athleten, 49.662 Pferde und 1726 Turniere.

Kader aufgelöst, Bundestrainer entlassen

Das Deutsche Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) hat sich im Dezember 2020 mit Folgen für den Sport in Deutschland befasst. Die Konsequenzen der FEI-Entscheidung treffen vor allem Spitzensportler: Im neuen Wahlzyklus 2021 bis 2025 wird kein Disziplinbeirat Reining mehr berufen. Außerdem stellt das DOKR keinen Bundeskader mehr auf und Bundestrainer Nico Hörmann verliert sein Amt.

Die Reiner in Deutschland sind durch verschiedene Westernreitverbände weiterhin betreut. Auch Turniere wird es weiterhin geben. Über die Zukunft der Deutschen Meisterschaften Reining, die die FN in Zusammenarbeit mit den Westernreitverbänden veranstaltet hat, ist noch nicht entschieden.

DOKR bedauert die Entscheidung

„Ich persönlich bedauere es sehr, dass wir diese Disziplin innerhalb des DOKR künftig nicht mehr betreuen werden. Die Reining, insbesondere der Jugendbereich hat sich in den vergangenen Jahren unter der Führung von Nico Hörmann toll weiterentwickelt. Die Arbeit wurde mit vielen Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften belohnt“, erklärt DOKR-Geschäftsführer Dr. Dennis Peiler. Da das Komitee ausschließlich FEI-Disziplinen betreue, sei die Trennung unvermeidbar.

Zu den größten Erfolgen der deutschen Westernreiter gehörte der Gewinn der Bronzemedaille bei den Weltreiterspielen 2018 in den USA – im Mutterland des Westernreitsports.

Text: Lena Reichmann/fn-press, Titelbild: FEI

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