Corona-Lockdown: FN fordert Kurzarbeitergeld für Schulpferde

Corona-Lockdown: FN fordert Kurzarbeitergeld für Schulpferde

#KEINSchulpferdweniger: Verband startet Social-Media-Kampagne für Vereine und Betriebe in Not.

Ein Drittel der Reitschulen in Deutschland sieht seine Existenz aufgrund der Corona-Pandemie gefährdet. Viele müssen Schulpferde abschaffen oder haben das sogar schon getan. Um Politik und Öffentlichkeit auf diese Notlage aufmerksam zu machen, hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) die Social-Media-Aktion #KEINSchulpferdweniger gestartet. Im Mittelpunkt steht die Forderung nach Kurzarbeitergeld für Schulpferde.

In Deutschland gibt es rund 65.000 Schulpferde und -ponys. Wegen der Pandemie darf seit Monaten kein Reitunterricht in Gruppen stattfinden, in manchen Bundesländern noch nicht einmal Einzelunterricht. Den Vereinen und Betrieben, die Schulpferde halten, fehlen die Einnahmen, die sie für die Versorgung der Pferde benötigen. Eine bundesweite FN-Umfrage, an der fast 3000 Reitschulen teilnahmen, ergab, dass Förderprogramme und Wirtschaftshilfen nicht auf den Pferdesport zugeschnitten sind, so dass die Vereine und Betriebe oft ins Leere laufen mit ihren Anträgen auf Fördermittel. Deshalb fordert die FN Kurzarbeitergeld vom Staat auch für vierbeinige Mitarbeiter.

Auch Privatreiter von Lockdown-Folgen betroffen

Die Argumentation des Verbands geht aber über den reinen Schulbetrieb hinaus: Gehen Vereine und Betriebe zu Grunde, betrifft das auch private Pferdehalter, die ihre Pferde dort unterstellen und die Reithallen und -plätze nutzen. Eine ganze Branche, deren Umsatz bei geschätzten 6,7 Milliarden Euro liegt, ist bedroht, wenn das Fundament – also die Reitschulen – wegbricht.

Die FN ruft deshalb alle Pferdesportler dazu auf, sich an der Aktion „Kurzarbeitergeld für Schulpferde“ zu beteiligen und auf die Not der Schulpferde aufmerksam zu machen. Reitschulen und ihre Schüler können zum Beispiel Fotos ihrer Schulpferde posten oder Videobotschaften aufnehmen und veröffentlichen. Um die größtmögliche Aufmerksamkeit zu generieren, sollten alle Beiträge zu diesem Thema um die Hashtags #KEINSchulpferdweniger und #KurzarbeitergeldfürSchulpferde ergänzt werden.

Mit Fotos und den Hashtags #KEINSchulpferdweniger und #KurzarbeitergeldfürSchulpferde können Reitschulen in Not im Rahmen einer von der FN organisierten Aktion auf sich aufmerksam machen. Bild: FN

Text: mit fn press, Titelbild: Alexander Dummer, Pexels

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