Nach verheerendem Brand: Reitlehrerin bittet um Hilfe und Obdach

Nach verheerendem Brand: Reitlehrerin bittet um Hilfe und Obdach

Ana Bodenhagens Domizil für alte Pferde in Mönchengladbach ging in Flammen auf. Über 15.000 Euro Spenden gesammelt.

Schwerer Schicksalschlag für eine Pferdetrainerin in Mönchengladbach: Bei einem Brand am Dienstag, 6. August, ist die komplette Existenz von Ana Bodenhagen zerstört worden. Dabei, so berichtet die 57-jährige Pferdewirtschaftsmeisterin, habe sie erst in den vergangenen Wochen damit begonnen, sich in der Hardt etwas Neues aufzubauen. Ein Dominzil für rekonvaleszente Sportpferde sollte dort entstehen. „Ich wollte in Ruhe mit den Tieren leben und Reitunterricht im Wald anbieten“, sagt Bodenhagen. Ein Traum, der sich in Rauch aufgelöst hat. Nun sucht die Frau Hilfe über Crowdfunding.

Die Feuerwehr berichtet, dass nach dem ersten Notruf am Mittag weitere eingegangen seien, noch während der Löschtrupp auf dem Weg zu dem brennenden Gebäude war. Im Bericht heißt es weiter: „Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte bereits das gesamte Wohnhaus. Außerdem bestand die Gefahr, das sich der Brand auf den Hardter Wald ausbreitet. Da das Gebäude nicht mehr zu retten war, musste zunächst ein Brandausbreitung verhindert werden.“

Die Ruinen nach dem Brand. Foto: Ana Dodenhagen

Einen Bewohner des Hauses brachten die Rettungskräfte leicht verletzt ins Krankenhaus. Den drei Pferden, die sich in direkter Nähe des brennenden Hauses aufgehalten hatten, passierte nichts. Auch, weil sie während des Feuerwehreinsatzes von ihrer Besitzerin beruhigt worden seien.

Ein technischer Defekt war die Ursache

Am Mittwoch waren eine Brandsachbearbeiterin und ein Brandsachverständiger vor Ort, um die Ursache des Feuers am Gritzkesweg zu klären. Sie kamen zu dem Schluss, dass ein technischer Defekt den Brand ausgelöst hatte. Akkupacks sollen für das verheerende Feuer verantwortlich sein.

Weil das Haus komplett niedergebrannt ist, steht Ana Bodenhagen nun vor dem Nichts. Eine Versicherung hatte sie noch nicht abgeschlossen. Verzweifelt sucht sie deshalb über gofunfme Unterstützung: „Es fällt mir schwer, dies zu schreiben, aber ich brauche Hilfe. Mein Leben lang war ich selbstständig und ich habe für uns gekämpft. Wer kann mir und meinen Tieren helfen, ein Leben zurückzubekommen?“ heißt es in dem Aufruf.

Rund 9000 Euro hofft sie so für den Wiederaufbau sammeln zu können. Außerdem sucht die Reitlehrerin eine Unterkunft für sich und ihre Tiere und die Möglichkeit, zu arbeiten.

+++ Update 17. August: Inzwischen sind über 12.000 Euro an Spenden zusammengekommen. Auch das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen hat zwischenzeitlich ein Spendenkonto eingerichtet, um die Besitzertrainerin zu unterstützen. Dort sind noch einmal 3500 Euro eingegangen.

Text: Lena Reichmann

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