Rettungskräfte befreien Pferde aus überhitzem Anhänger auf der A2

Rettungskräfte befreien Pferde aus überhitzem Anhänger auf der A2

Pferdeanhänger heizen sich extrem schnell auf. Das kann schlimme Folgen haben. Das raten Experten Besitzern für die heißen Tage.

Auf der Autobahn 2 bei Oberhausen mussten Rettungskräfte heute in den prallen Nachmittagssonne Pferde aus einem Anhänger befreien. Augenzeugen berichten, dass das Zugfahrzeug liegen geblieben war. Wie lange die Tiere in der Hitze ausharren mussten, ist nicht bekannt. Die Pferde waren jedoch so dehydriert, dass die Einsatzkräfte sie sofort vor Ort mit frischem Wasser versorgten, um Schlimmeres zu verhindern.

Szenen, die wohl vermeidbar wären. Doch trotz Temperaturen von über 42 Grad sind auf den Straßen aktuell noch Pferdehänger unterwegs. Dabei raten Experten dringend davon ab, Tiere bei so starker Hitze zu transportieren. Denn Pferde kommen nicht nur schlechter mit Wärme zurecht, als oft angenommen wird, die Anhänger entwickeln sich mit steigenden Temperaturen zu regelrechten Glutöfen.

Anhänger werden schnell bis zu 60 Grad warm

Wenn bei der Fahrt die Türen geschlossen sind und die Rampe hochgeklappt ist, wird es im Hänger innerhalb kürzester Zeit bis zu 60 Grad warm. Dann, so warnen Tierärzte, bekommen Pferde schnell einen Hitzschlag – und der endet im schlimmsten Fall mit einem tödlichen Herz-Kreislauf-Versagen. Der Pferdekörper erhitzt sich beim sogenannten Hitzestau auf bis zu 50 Grad, neben erhöhtem Puls und schnellerer Atmung sind Apathie oder auch kolikähnliche Krämpfe Symptome.

Aber was, wenn sich eine Anhängerfahrt absolut nicht vermeiden lässt, beispielsweise ein Transport in die Klinik unumgänglich ist? Experten raten, dann wirklich nur in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu fahren. Dabei sollte immer an den schlimmsten Fall gedacht und ausreichend Wasser, etwa für längere Stauzeiten, mitgenommen werden. Außerdem hilft es, den Anhänger frühzeitig im Schatten zu parken und gründlich zu lüften. Im Zweifel gilt aber immer: Besser zu Hause bleiben.

Text: Lena Reichmann

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