US-Regierung erlaubt Pferde im Flugzeug

US-Regierung erlaubt Pferde im Flugzeug

Hunde, Katzen und sogar Pferde sind auf Flügen in den USA an Bord erlaubt. Als Assistenztiere.

Haben Sie im Flugzeug schon mal neben einem Pferd gesessen? Vermutlich nicht. Dabei ist es in den USA erlaubt, Miniaturpferde mit in die Kabine zu nehmen. Das bestätigte die US-Regierung am Donnerstag. Einzige Bedingung: Das Pferdchen muss zur emotionalen Unterstützung der Besitzer mitfliegen, also ein sogenanntes Assistenztier sein.

Anders als in der Europäischen Union, wo nur speziell ausgebildete Hunde wie Blinden- oder Diabetikerwarnhunde als Assistenztiere anerkannt und von einzelnen Airlines an Bord zugelassen werden, sind die Regeln in den Vereinigten Staaten deutlich lockerer. Als psychologische Unterstützung für ihre Besitzer wurden in der Vergangenheit bereits Hamster, Katzen, Hausschweine und eben auch die Kleinstpferde auf Flügen zugelassen.

Eine Praxis, die nicht ohne Zwischenfälle blieb: In den vergangenen Monaten kam es mehrfach zu Problemen mit Assistenzhunden, die Kabinenpersonal während des Fluges behinderten oder sogar bissen. Die Regierung hat deshalb eine Richtlinie erlassen, die regelt, bei welchen Assistenztieren Airlines die Mitnahme ablehnen dürfen. Dazu gehören etwa Exoten wie Spinnen und Schlangen, aber auch Nagetiere, die der Bordtechnik mit ihren scharfen Zähnen gefährlich werden können.

Sowohl in den USA als auch in der EU müssen Besitzer rechtzeitig vor dem Abflug anmelden, wenn sie tierische Unterstützung mitnehmen möchten. Meistens benötigen sie zudem ein Attest von einem Arzt, das eine Erkrankung oder Angststörung bescheinigt, die die Mitnahme eines Assistenztieren rechtfertigt.

Text: Lena Reichmann

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