Zangersheide-Klonhengst Chellano Alpha Z ist tot

Zangersheide-Klonhengst Chellano Alpha Z ist tot

Er war der erste Klon auf dem belgischen Gestüt: Chellano Alpha Z ist mit nur elf Jahren an den Folgen einer Kolik gestorben.

Der erste geklonte Hengst, der auf dem Gestüt Zangerheide zur Welt kam, ist im Alter von nur elf Jahren gestorben. Wie Spring-Reiter berichtete, erlag Chellano Alpha Z bereits am 10. August den Folgen einer Kolik. 2008 hatte der Klon des Contender-Sohns Chellano in Belgien das Licht der Welt erblickt und für Diskussionen in der Züchter-Szene gesorgt.

Nicht alle waren damit einverstanden, dass die Gene des ebenfalls früh verstorbenen Originals auf diese Weise weiterleben sollten. „Statt einen Hengst zu klonen, sollte die Zucht lieber mit seinen Nachkommen fortgeführt werden“, kritisierte Norbert Boley, Leiter der Abteilung Hengsthaltung des Hannoveraner Verbands und Ehemann der Züchterin von Chellano.

Dennoch ist die Liste der Fohlen, die aus dem Klonhengst hervorgegangen sind, lang. Viele von ihnen sind im internationalen Sport erfolgreich, so wie Michael Duffys Captain Future oder Peter Moloneys Compelling Z – das Gestüt spricht von über 100 Sportpferden. Auch in der Zucht haben Nachkommen der Kopie des Holsteiners ihren Platz. Der Schimmel hat mehrere gekörte Söhne, darunter Cosmos Z, der im vergangenen Jahr sogar bei der Weltmeisterschaft der jungen Springpferde am Start war.

Ihr Vater starb trotz zwei Operationen an den Folgen einer Kolik. Eine Tragödie, vor der Experten gewarnt hatten. Einige Tierärzte gehen davon aus, dass die kopierten Tiere nicht so robust sind wie ihre Originale. Studien aus den USA zeigen tatsächlich, dass viele geklonte Fohlen körperliche Probleme haben. Zu den genauen Todesumständen von Chellano Alpha Z jedenfalls hat sich das Gestüt Zangersheide noch ncht geäußert.

Text: Lena Reichmann

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